Blutegeltherapie - HP-NICOLEKOTHS

Praxis für Naturheilkunde         Nicole Koths
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Blutegeltherapie

 

Die Blutegeltherapie ist etwa 3000 Jahre alt: Sie war schon im antiken Ägypten und Griechenland bekannt. Zu tatsächlicher Bedeutung gelangten die Blutegel erst Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. durch den Griechen Themison von Laodikeia.
Er setzte sie bei chronischen Kopfschmerzen ein. In den folgenden Jahrhundert wurden sie über Griechenland hinaus im Römischen Reich, der arabischen Welt und später auch in Byzanz verwendet. Als Präsente waren sie nicht gerade appetitlich, aber Freude kam dennoch auf.

Wegen der ihnen nachgesagten vielfältigen medizinischen Wirkungen waren Blutegel noch im 19. Jahrhundert ein beliebtes Geschenk für Freunde. Heute ekelt sich eher, wer von diesen blutsaugenden Ringelwürmern hört, und denkt an rückständige mittelalterliche Heilmethoden. Doch der medizinische Blutegel (Hirudo medicinalis) ist ein enger Verwandter unseres ordinären Regenwurms, kann wiederangenähte Daumen retten oder von "schweren Beinen" befreien.
In einigen deutschen Kliniken, insbesondere in der Unfallchirurgie, hat der Blutegel bereits einen festen Platz. Heilpraktiker und einige wenige naturheilkundlich orientierte Ärzte setzen bei einer Reihe von Krankheiten auf Blutegel. Der Speichel dieser kleinen Blutsauger enthält Hirduin, das die Blutgerinnung hemmt, und Histamin, das die Durchblutung kleinster Gefässe reguliert und dadurch entzündungshemmend wirkt. Extrahiertes Hirduin wird mittlerweile in Salben für Venenleiden und Sportverletzungen verwendet.

Während einer Mahlzeit saugt ein Egel etwa 8 - 10 ml Blut und fällt nach einer halben bis einer Stunde von alleine ab. Etwa 4 - 10 hungrige Sauger werden pro Sitzung möglichst nahe am Krankheitsherd angesetzt.

Man kann zwei Phasen beim Blutsaugen unterscheiden:
Zuerst spritzt der Egel das Histamin ins Gewebe so dass die Blutgefässe weitgestellt werden und das betroffene Gebiet gut mit Blut versorgt wird. Dann macht das Hirduin das Blut dünnflüssiger. Beinleiden sind deshalb eine Domäne der Blutegel. -Thrombosen, also Blutpfropfen lösen sich auf -Bei Venenentzündungen in den Beinen wird der Blutfluss gefördert, -Kramfpadern werden entstaut. Da die Wirkstoffe im Speichel des Egels das Blut ungerinnbar machen, blutet die Wunde noch 12 bis max. 24 Stunden nach, wobei man noch einmal 25 - 40 ml Blut pro Egel verliert. Die Nachblutung, die für die entstauende Wirkung und eine geringere Entzündungsbereitschaft der Wunde wesentlich ist, sollte möglichst nicht zum Stillstand gebracht werden und ist Bestandteil und Sinn der Behandlung. Der Patient muss sich auf einen leichten Juckreiz einstellen, der zum Heilungsprozess dazugehört. Echte allergische Reaktionen treten selten auf, und die Narbe verschwindet in der Regel schnell.

Die Wundstellen sollten bis zum vollständigen abtrocknen
(ca. 2 Tage) nicht mit Wasser und Seife in Berührung kommen, um eine eventuelle Entzündungsbereitschaft herabzusetzen.


Eine Behandlung mit Blutegeln ist in der Regel keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen.

 


 
 
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